Bei all der Diskussion rund um alternative Energien, den Atomausstieg und steigende Strompreise möchte man sich als Verbraucher irgendwann am Liebsten der ganzen Misere entziehen. Einfach ist das jedoch beiliebe nicht, denn die Abhängigkeit, die die Stromversorger heute schaffen, ist groß und für viele ein unüberwindbares Hindernis. Eine gute Möglichkeit, sich dennoch ein wenig selbständiger zu machen, ist das BKHW. BKHW heißt hier BlockHeizKraftWerk, denn es ist ein ganz eigenes Kraftwerk, das für die Familie im Inneren des Hauses genügend Energie bereitstellen kann, um die Räumlichkeiten wohlig warm werden zu lassen. So macht man sich mit einem BKHW nicht nur frei von der manchmal willkürlich erscheinenden Preispolitik am Strommarkt, sondern auch von der, die man bei Brennstoffen wie Gas oder Öl beobachtet werden können. Man sollte sich, wenn man das BKHW an sich recht interessant findet, unbedingt im Vorhinein informieren, denn hier gibt es viele unterschiedliche Größenordnungen und Ausführungen. Je nach dem, was man für das eigene Haus braucht, sollte man sich also für passende Möglichkeit entscheiden können. Das Leistungsspektrum eines MKHW ist selbstverständlich abhängig von dessen Größe.

Ein sogenanntes Mikro BKHW kann hier weniger als 15 Kilowatt bieten, während das Mini BKHW schon bis zu 50 Kilowatt schaffen kann. Mehr noch geht mit größeren Modellen, die dann sogar mehrere hundert Kilowattstunden ganz ohne Probleme schaffen. Für den Einsatz eines BKHW in einem Einfamilienhaus reichen jedoch die kleineren Varianten, denn die thermische Leistung, die benötigt wird, liegt etwa bei sechs bis vierzehn Kilowatt. Im Vorteil ist man als Hausbesitzer hier auch aus finanzieller Hinsicht, denn ein kleineres Kraftwerk ist natürlich deutlich günstiger, als seine großen Verwandten. Interessiert man sich nun ein wenig intensiver für die Kosten, so kann ich sagen, dass diese für die betreffende Größenordnung etwa zwischen 10.000 und 17.000 € liegen. Dies ist selbstverständlich kein Betrag, den man einfach mal so aus der Portokasse bezahlt, weswegen man sich unbedingt auch die Wirtschaftlichkeit eines BKHW genauer betrachten sollte, bevor man sich für den Kauf entscheidet. So erzeugt ein BKHW selbstverständlich neben den Anschaffungskosten auch zusätzliche Kosten wie beispielsweise die Umbaumaßnahmen, die nötig sind, die Installation der richtigen Abgasanlage und auch die Lagerung von Brennstoffen. Ist das BKHW dann einmal in Betrieb genommen, entstehen selbstverständlich auch laufende Kosten für Brennstoffe und auch für den Strom, den unter anderem auch die Umwälzpumpe benötigt. Kalkuliert man hierzu dann auch noch die Kosten, die für Wartung und Instandhaltung entstehen können, hat man einen guten Überblick über die Gesamtkosten, die durch ein BKHW entstehen können. Man spricht hier nun von einer guten Wirtschaftlichkeit, wenn alle Kosten zusammengerechnet einen kleineren Betrag ergeben, als beispielsweise das Beheizen des Hauses mit anderen üblichen Methoden erzeugen würde.
Das BKHW hat es schwer gegen die gewohnte und konventionelle Heizung. Kein Wunder, denn die Andersartigkeit des Systems ist durchaus auch ein abschreckender Faktor.Außerdem halten viele Menschen das BKHW von vorneherein als unwirtschaftlich, denn wirklich gut auskennen tut sich hiermit bislang noch niemand. Ein wichtiger Faktor ist allerdings zu beachten, wenn es um den finanziellen Aspekt geht. Es ist nämlich möglich, die Kosten, die entstehen durch Förderung ein wenig geringer zu halten. So erhält jeder Betreiber eines BKHW für den Strom, den er selbst erzeugt, eine Einpreisvergütung vom örtlichen Stromversorger. Das ist ein durchaus attraktiver Nebeneffekt, der in der Kostenkalkulation unbedingt bedacht werden sollte. Hier können so also nicht unerhebliche Erlöse entstehen, die die hohen Anschaffungskosten für ein BKHW dann ganz plötzlich doch sehr gerechtfertigt erscheinen lassen können.
Letzten Endes kann man sagen, dass ein BKHW eine durchaus lohnenswerte Investition sein kann, wenn man sich schon zu Beginn der Planung sehr intensiv mit der Wirtschaftlichkeit des Systems auseinandersetzt. Auch die räumlichen Gegebenheiten stellen einen wichtigen Faktor dar, denn für ein solches Kraftwerk benötigt man immerhin auch ausreichend Platz. Mit einem gewöhnlichen Garten sind die Grundvoraussetzungen hierbei allerdings mehr als erfüllt. Möchte man also tiefer in die Planung einsteigen, sollte man sich die wichtigsten Daten und Pläne schon einmal zurechtlegen.Dies macht es einem Fachmann dann einfacher, eine realistische Planung und Einschätzung der Wirtschaftlichkeit des BKHW anzufertigen. Letztlich sollte man sich unbedingt die Hilfe eines fachkundigen Unternehmens suchen, das sich mit der Installation eines BHKW im Einfamilienhaus bestens auskennt. Und hat man das BKHW dann einmal installiert, wird man sich sicherlich viele Jahre lang daran erfreuen können.











